2011 Trends in Deutschland

Der Kleiderschrank einer Frau entpuppt sich oft als eine wahre Wunderkiste, wenn man mal genau nachschaut, was sich in den letzten Jahren alles an Klamotten angesammelt hat. Machen Männer oft Witze über den unbändigen Shoppingwahn von Frauen, wissen doch meist die Frauen selbst am besten, dass ihr Kleiderschrank schon lange aus allen Nähten platzt. Zu ungern trennt man sich aber von alten und abgetragenen Kleidungstücken, in denen man sich zwar keinesfalls mehr der Öffentlichkeit präsentieren würde, aber sie dennoch mit den Jahren als Erinnerungsstück liebgewonnen hat. Natürlich könnte man Kleider, Röcke und Blusen an Freundinnen oder Bekannte verschenken und sich so wieder mehr Platz im Kleiderschrank schaffen. Doch wer will schon die beste Freundin oder die Schwägerin beim nächsten Treffen in den eigenen gebrauchten Sachen sehen und dann feststellen, dass das weggegebene Teil ja doch noch ganz gut war und einem selbst sowieso am besten gestanden hat? Verschenken ist zwar immer eine nette und gern gesehene Geste, bringt dem Schenkenden selbst aber keinen Cent Geld ein. Also könnte man seine Klamotten verkaufen. Zeitungsanzeigen oder Aushänge bringen heutzutage nicht mehr viel. Längst ist das Verkaufen im Internet die modernste und effektivste Variante um seine Klamotten halbwegs lohnend loszuwerden. Doch wer interessiert sich schon für getragene Schuhe oder eine Jacke aus dem letzten Jahrzehnt?

Darüber hinaus ist das Schalten einer Online Anzeige mit einem gewissen Aufwand verbunden. Nicht nur einen informativen und überzeugenden Verkaufstext muss man sich einfallen lassen, der das Interesse potentielle Käufer weckt. Auch aussagekräftige Fotos in guter Qualität müssen von den zu verkaufenden Teilen gemacht, hochgeladen und gegebenenfalls zur Optimierung am PC bearbeitet werden. Das alles klingt nach viel Aufwand bzw. einem zu großen Aufwand wenn man bedenkt, dass man etwa bei einer Online Auktion unter Umständen nur ein oder zwei Euro für den verkauften Artikel erhält. Daher entscheidet man sich meistens dafür, die alten und gebrauchten Klamotten doch selber zu behalten und die Idee, sich davon zu trennen, rückt wieder in weite Ferne. Der Kleiderschrank bleibt überfüllt mit alten und neuen Sachen, von denen man tatsächlich höchstens die Hälfte noch trägt. Doch die Frau ist bekanntlich das schwache Geschlecht und bestätigt dieses Geschlechterklischee immer wieder aufs Neue wenn ihr beim Shoppen mit der besten Freundin im Schaufenster plötzlich ein chices und teures Paar Schuhe ins Auge fällt, das ja hervorragend zu den viele Taschen zu Hause passen würde. Wenn die Frau etwas im Geschäft gesehen hat, von dem sie meint, es unbedingt haben zu müssen, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gekauft und zu Hause hübsch zu den anderen zahlreichen Dingen im Schrank gepackt. Impulskäufe, die nichts mit der unbedingten Notwenigkeit eines Artikels zu haben, sind typisch für Frauen. Zu gerne decken sich Frauen mit den neuesten Trend und modernsten Klamotten ein um dann die neu erworbenen Stücke stolz und stilsicher auf der Straße oder beim nächsten Clubbesuch in Szene zu setzen. Doch man kann es den Frauen nicht verübeln- und Männer schon gar nicht. Schließlich staunt das starke Geschlecht ja immer wieder aufs Neue wenn Frauen es schaffen, aus dem Wirrwarr im eigenen Kleiderschrank ein perfekt kombiniertes und sehr gut aussehendes Outfit zusammenzustellen.

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